Handbuch CoScience/Akademisches Identitaetsmanagement

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Autorinnen: Caroline Leiß, Tina Hohmann

Einleitung

Wer wissenschaftlich publiziert, möchte als Autor seiner Werke erkannt werden. Eine Recherche in Datenbanken oder im Internet sollte im Idealfall alle eigenen Werke auflisten und kein Werk eines anderen Autors als eigenes ausgeben. Doch so einfach es klingt – im Alltag treten bei der Identifizierung eines Autors zahlreiche Probleme auf. Die eindeutige Identifizierung von Autoren und die korrekte und vollständige Zuordnung von deren Publikationen ist ein Thema, zu dem es bisher keine Standardlösung gibt.

Die Gründe für diese Schwierigkeiten sind vielfältig:

  • Namensänderung nach Heirat: Wenn Katharina Bäcker nach ihrer Heirat als Katharina Müller publiziert, ist nicht erkennbar, dass es sich um dieselbe Person handelt.
  • Häufige Namen: P. Maier, Peter Maier, P. F. Maier, Peter Friedrich Maier – wie viele Personen stecken dahinter? Oder ist es immer dieselbe Person, nur mit anderen Namensformen? Wie identifiziert man einzelne Personen, wenn bestimmte Nachnamen von Tausenden oder Hunderttausenden von Personen getragen werden?
  • Unklarheit bei der Zuordnung von Nachname und Vorname: Wolfgang Thomas kann sowohl ein Herr Thomas als auch ein Herr Wolfgang sein, der zwischen Nach- und Vorname kein Komma gesetzt hat. Das Auseinanderhalten von Vor- und Nachname kann schwierig sein, zumal es in manchen Sprachen oder Kulturkreisen üblich ist, den Nachnamen ohne Komma vor den Vornamen zu setzen.
  • Transkriptionsprobleme: Mueller, Müller, Muller, M*ller – je nach bibliographischer Datenbank oder Suchmaschine wird das ü unterschiedlich in der Suche verarbeitet und führt zu unterschiedlichen Treffern. Dies gilt für alle Umlaute und Sonderzeichen.

Was für Autorennamen gilt, trifft ebenso für Institutionen zu. Wer bei der Literatursuche durch die zusätzliche Angabe der jeweiligen Institution, an der die gesuchte Person arbeitet, die Treffergenauigkeit zu erhöhen versucht, wird oft enttäuscht. Zahlreiche Namensvarianten für eine Einrichtung sind auch in renommierten, großen Datenbanken keine Seltenheit.

Wenn ein Autor in einer Datenbank nicht eindeutig identifiziert wird, kann das dazu führen, dass ein Teil seiner Publikationen nicht ihm selbst zugeschrieben wird. Das schadet nicht nur seinem Renommee, sondern hat auch Konsequenzen bei der Berechnung bibliometrischer Kennzahlen wie z.B. des h-Index.

Der bibliothekarische Ansatz in Deutschland, über eine Personen-Normdatei Eindeutigkeit zu schaffen[1], löst schon im Bereich der Zeitschriftenaufsätze das Problem nicht. Die Zuordnung von Publikationen zu einem Autor in den relevanten Datenbanken erfolgt oft automatisch. Wenn im Web of Science oder in Scopus Artikel aufgenommen werden, wird der Autor über einen Abgleich der Metadaten mit schon vorhandenen Einträgen ermittelt. Namensvarianten können dazu führen, dass einer Person mehrere Autorennamen zugeordnet werden. Nur eine händische Bereinigung bzw. Verweisungen können das Problem lösen. Im Zeitalter des Web 2.0 entstehen neben klassischen Veröffentlichungen in Verlagen mehr und mehr alternative Publikationsformen für unterschiedliche Medientypen, die nicht automatisch bibliographisch erfasst werden (Blogeinträge, Präsentationen, Pre- und Postskripts auf institutionellen Repositorien, Primärdatensammlungen, Bildarchive etc.).

Personal Branding

Der erste Schritt auf dem Weg zu einer eindeutigen Autorenidentität besteht darin, das eigene Personal Branding in den Blick zu nehmen[2]. Ausgangspunkt einer solchen Profilbildung kann z.B. eine Suche in Google nach dem eigenen Namen sein, wobei im Inkognito-Modus gesucht werden sollte, damit nicht aufgrund von Auswertungen bisheriger Suchanfragen eine personalisierte Sicht auf das Web angezeigt wird.

Ansatzpunkte für eine Verbesserung des Personal Branding im Internet als Forscher/in sind:

  • Welche Mailadressen tauchen im Internet auf? Im Idealfall sollte auf allen beruflich relevanten Seiten im Internet eine dienstliche Mailadresse genannt sein, in der eine Institutionszugehörigkeit erkennbar ist. Damit wird eine Identifizierung der gesuchten Person erleichtert. Falls mehrere Mailadressen auftauchen oder private Mailadressen sich mit dienstlichen vermischen, kann das die Identifizierung einer Person erschweren.
  • Welcher Name soll verbindlich sein? Wer Umlaute und Sonderzeichen im Namen hat, muss sich überlegen, ob er Inkongruenz in Kauf nimmt oder von vornherein auf eine international kompatible Schreibweise ausweicht. Ähnliches gilt für Namen in nicht-lateinischen Alphabeten, bei denen eine Transkription nötig ist. Wer bereits unter verschiedenen Namensvarianten publiziert hat, sollte an gegebener Stelle (z.B. ORD-ID, s.u.) alle Namensvarianten nennen.
  • Welche Bilder sind auf offiziellen Seiten (Webseite der Einrichtung, akademische Netzwerke) zu finden? Wer sich auf ein einziges Foto seiner Person festlegt, wird leichter wiedererkannt.
  • Welche Informationen werden in akademischen Netzwerken in Bezug auf das eigene Profil als Wissenschaftler/in vermittelt? Lebenslauf und wissenschaftliche Arbeitsschwerpunkte sollten möglichst übereinstimmen.

Wer die im Internet sichtbaren Profil-Informationen auf Kongruenz überprüft, kann Fehlerquellen reduzieren. Eine eindeutige Identifizierung ist dadurch aber nicht in jedem Fall möglich.

Autorenidentifikation

In der Wissenschaftscommunity entwickelten sich vor einigen Jahren die ersten Initiativen, eine systematische Autorenidentifikation einzuführen.[3] Inzwischen gibt es eine Reihe an teilweise vielversprechenden Ansätzen. Diese reichen von offenen, plattformübergreifenden Angeboten (z.B. ORCID) über Systeme einzelner Fachcommunities (z.B. RePEc ) bis hin zu kommerziellen und verlagseigenen Identifizierungsmöglichkeiten (z.B. Google, Thomson Reuters). Manche Registrierungssysteme sind offen für alle, die sich anmelden möchten. In anderen Systemen vergeben Institutionen oder Gremien Autoren-IDs, sobald ein wissenschaftliches Werk eingereicht wird (z.B. ArXiv Author ID oder Scopus Author ID).

ORCID

ORCID logo.png

Eine zunehmend wichtige Initiative zur Autorenidentifizierung ist ORCID - Open Researcher and Contributor ID (http://orcid.org). ORCID wurde 2012 von Akteuren aus Wissenschaft, Verlagen und weiteren Institutionen speziell für den Bereich der Wissenschaft gegründet und hat sich seither zum defacto-Standard der Autorenidentifizierung im akademischen Bereich etabliert. Mittlerweile sind über 860.000 ORCID iDs vergeben [4], und die Zahl steigt kontinuierlich an. ORCID ist offen, nicht kommerziell und plattformübergreifend.

ORCID hat zwei zentrale Angebote: Die Erstellung einer personenbezogenen ORCID iD zur Identifizierung eines Wissenschaftlers sowie Programmierschnittstellen (API) für die Einbindung der ORCID iDs.

Die ORCID iD ist eine persistente Identifizierungsnummer für eine einzelne Person. Sie besteht aus 16 Ziffern, die in vier Viererblöcken dargestellt sind (z.B. 0000-0002-2792-2625). Als Webadresse (z.B. http://orcid.org/0000-0003-0232-7085) verweist sie auf die ORCID-Seite, die weitere Daten zur betreffenden Person enthält. Die Registrierung bei ORCID ist für einzelne Personen kostenlos. Ein ORCID-Icon für Websites mit Link zur jeweils eigenen ORCID iD steht zum Download zur Verfügung.

Jeder kann sich bei ORCID registrieren. Wer eine ORCID iD hat, kann den ORCID-Account als zentrale Seite für Identitätsinformationen nutzen:

  • Hinterlegung von Namensvarianten, um beispielsweise eine Namensänderung durch Heirat nachvollziehbar zu machen
  • Hinterlegen der Adressen von Website, Blog oder Twitteraccount
  • Verknüpfung zu anderen IDs wie z.B. ResearcherID aus Web of Science oder Scopus Author ID
  • Lebenslauf
  • Verzeichnis von Publikationen, wobei diverse Metadatenschemata genutzt werden können. Unter Berücksichtigung des Urheberrechts können Links für den direkten Onlinezugriff auf Publikationen hinterlegt werden. Wer Daten nicht öffentlich zugänglich machen möchte, kann den Zugriff einschränken.

Institutionen können eine Mitgliedschaft bei ORCID erwerben und dadurch die Möglichkeit erhalten, Identifizierungsnummern zu vergeben oder ORCID iDs in ihre Workflows z.B. bei der Einreichung von Artikeln für Peer Review, bei Open Access Publikationen oder bei der Beantragung von Stipendien zu integrieren. Zahlreiche Publisher, Datenbank-Anbieter und Repositorien sind bei ORCID als Mitglieder registriert, außerdem aktuell 28 Universitäten.[5]

Die ORCID iD ist als Identifizierungsnummer bei zahlreichen Verlagen, Universitäten und wissenschaftsnahen Einrichtungen etabliert und wird in den Workflow z.B. bei der Begutachtung von Zeitschriftenartikeln integriert. Immer mehr große Datenbankanbieter entwickeln Schnittstellen ihrer Systeme zu ORCID und nutzen die von ORCID angebotenen Schnittstellen. So kann man z.B. Publikationen aus Web of Science und Scopus in den eigenen ORCID-Account importieren. In einigen akademischen Netzwerken kann die ORCID iD mittlerweile zur Autorenidentifikation mit eingetragen werden.[6]

Ein großer Vorteil von ORCID: Hier können Publikationen aller Veröffentlichungsarten erfasst werden, d.h. auch Primärdatensammlungen, Bildarchive, Tonveröffentlichungen, Blogs, Zeitungsartikel und weiteres. Damit zeichnet sich ORCID gegenüber Ansätzen aus, die nur innerhalb einer bestimmten Datenbank oder nur für bestimmte Publikationsformen anwendbar sind.

Web of Science: ResearcherID

ORCID basiert auf einem Ansatz, der bereits vorher von Thomson Reuters entwickelt worden war. Thomson Reuters sah sich in besonderer Weise mit dem Problem der Autorenidentifizierung konfrontiert, weil im Web of Science (WoS) alle Vornamen durch Initialen abgekürzt werden. Die Einführung der ResearcherID in 2008 stellt einen entscheidenden Fortschritt in der Autorenidentifizierung dar.

Als Autor kann man sich im WoS eine ResearcherID anlegen und die eigenen Werke zuweisen. WoS führt durch diesen Prozess und bietet die vermutlich dem jeweiligen Autor zugehörigen Werke aus WoS an, die man anschließend selbst der ResearcherID zuweist. Die intellektuelle Durchsicht durch den Autor garantiert die größtmögliche Fehlerfreiheit bei der Zuordnung. Researcher ID bietet außerdem die Möglichkeit, Publikations-Metadaten aus einer EndNote-Bibliothek oder über ein RIS-File hochzuladen und damit auch Publikationen zu erfassen, die nicht in WoS indiziert sind.

Berechtigt zur Erstellung einer Researcher ID sind Personen, die WoS im Rahmen einer Lizenz nutzen. Weitere Personen können über ein Antragsformular die Berechtigung erhalten.[7]

Wer eine ResearcherID hat, kann ein Icon („ID-Badge“) erzeugen und es auf seiner Website einbinden. Ein Klick auf das Icon führt direkt zum Autorenprofil und zu der Publikationsliste in WoS. Im eigenen Autorenprofil können Namensvarianten (z.B. Namen vor einer Heirat) angegeben sowie Angaben über das eigene Forschungsprofil hinterlegt werden. Metadaten können zwischen WoS und ORCID ausgetauscht werden.

Scopus: AuthorIdentifier

Der Scopus Author Identifier[8] wird vergeben, sobald ein Artikel in Scopus indiziert wird. Er basiert auf einem Algorithmus, der Autorname, Institution, Adresse, Forschungsbereich und andere Metadaten auswertet.

Die Scopus ID wird automatisch erstellt und kann - anders als die Researcher ID im Web of Science - vom jeweiligen Autor nicht unmittelbar selbst bearbeitet werden. Die Generierung der Scopus ID sowie die Zuordnung der Publikationen basiert auf Daten, in denen sich leicht Fehler einschleichen, wie beispielsweise der institutionellen Zugehörigkeit (affiliation) eines Autors. In den Hilfetexten zur Author ID verweist Scopus explizit darauf, dass z.B. Dokumente, bei denen keine affiliation genannt ist, nicht zugeordnet werden können[9]. Über ein Formular können Datenkorrekturen zu einzelnen Autoren beantragt werden[10].

Auch die Scopus AuthorID bietet den Austausch der bibliographischen Daten mit der ORCID iD an.

Wichtig aus Autorensicht: WoS und Scopus sind die bekanntesten Quellen für den zwar umstrittenen, aber weitverbreiteten bibliometrischen Indikator für Personen, den h-Index. Der h-Index berechnet sich durch eine Zitationszählung innerhalb der Datenbasis einer bestimmten Datenbank, und eine lücken- oder fehlerhafte Zuweisung von Artikeln zu Autoren führt zur Fehlberechnung dieses Wertes.

Fachspezifische Registrierungssysteme

Neben den Ansätzen zur Autorenidentifizierung in den großen, fachübergreifenden Datenbanken gibt es Systeme, die in einer Fachcommunity verbreitet sind. Dazu gehört beispielsweise der RePEc Author Service (https://authors.repec.org/about). Dieses Identifizierungsmodell wurde 1999 gegründet und verlinkt Autorennamen aus dem Bereich der Wirtschaftswissenschaften mit Publikationen in der gleichnamigen Datenbank. Es wird zurzeit von der Economic Research Division der Federal Reserve Bank of Saint Louis gehostet und ist unter Wirtschaftswissenschaftler/innen international verbreitet.[11] Das Verfahren zur Autorenregistrierung läuft ähnlich wie bei Web of Science über das eigenhändige Anlegen eines Profils und das Zuordnen von Publikationen.

Google Scholar Citations

Trotz eingeschränkter Suchmöglichkeiten und Intransparenz der Datenbasis: Google Scholar ist eine der wichtigsten Suchoberflächen für wissenschaftliche Literatur. Auch renommierte Datenbankanbieter versuchen, ihre Produkte mit Google Scholar zu verknüpfen, wie die Verlinkung von Treffern in Web of Science auf Google Scholar aktuell zeigt.

Wer seine Sichtbarkeit in Google Scholar verbessern möchte, erweitert seinen Google Account und legt ein Profil für eigene Publikationen an (Google Scholar Citations). Die Nutzung dieser Google-Funktion ist kostenfrei und für jedermann möglich, der über eine Google Mail-Adresse verfügt.[12]

Mit Google Scholar Citations bekommt ein Autor die Möglichkeit, eigene Publikationen aus Google Scholar in einer eigenen Ansicht sichtbar zu machen. Die bibliographischen Daten werden aus der Datenbasis von Google Scholar importiert. Hierfür bietet Google Unterstützung an und schlägt Publikationen vor, bei denen der Autorname dem eigenen entspricht oder ihm ähnelt. Publikationen, die Google Scholar nicht findet, können manuell nachgetragen werden.

Google Scholar zeigt bei einer Suche nach dem Autorennamen in der Trefferliste einen Eintrag/das Profil für die Person, wenn in Google Scholar Citations neben der Google Mail-Adresse eine zweite universitäre und überprüfte Mailadresse angegeben wurde.

Google Scholar Citations bietet noch weitere Möglichkeiten:

  • Man kann Autoren folgen, die diese Funktion nutzen, d.h. sich automatisch per Mail benachrichtigen lassen, wenn ein Autor eine Änderung vornimmt, z.B. eine neue Publikation einträgt.
  • Man kann das eigene Profil hinterlegen, ein Foto einstellen und Schlagworte für die eigene wissenschaftliche Tätigkeit nennen.
  • Bei allen Artikeln, die über Google Scholar recherchierbar sind, werden Zitationen ermittelt, die ihrerseits mit den entsprechenden Textstellen verlinkt sind.
  • Google Scholar Citations ermittelt Zitationszahlen, bietet Links zu zitierenden Texten an und errechnet den h-Index.[13]

Begleitend zur Einrichtung von Google Scholar Citations ist es sinnvoll, auch die Indizierung der eigenen Werke in Google Scholar im Blick zu haben. Google Scholar nimmt auf Anfrage zusätzliche Inhalte in seinen Index auf, wenn die Publikationen bestimmten Anforderungen entsprechen[14].

Fazit

Akademisches Identitätsmanagement bedeutet, das eigene wissenschaftliche Profil stimmig darzustellen und soweit möglich dafür zu sorgen, dass die eigenen Leistungen zutreffend zugeordnet werden. Dies wird unterstützt von sogenannten Autorenidentifizierungssystemen.

Die ORCID iD erweist sich als Identifizierungsnummer, die sich zunehmend zum Standard entwickelt und von zahlreichen Datenbankanbietern und Institutionen im Wissenschaftsbereich integriert wird. ORCID bietet als plattformübergreifendes Produkt hohe Flexibilität und Nutzerfreundlichkeit, z.B. durch skalierte Rechteverwaltung und Offenheit für unterschiedliche Publikationsformen und Medienarten. Wer wissenschaftlich publiziert, sollte sich eine ORCID iD anlegen und diese überall dort einbinden, wo er als Autor erkannt werden möchte.

Gleichfalls für alle wissenschaftlichen Autoren empfehlenswert ist Google Scholar Citations, das Personen die Möglichkeit gibt, die große Datenbasis von Google Scholar für sich zu nutzen. Wer als Autor in Web of Science indiziert ist, sollte seine Sichtbarkeit mit einer Researcher ID optimieren. Wer in Scopus als Autor genannt wird, sollte überprüfen, ob die ihm zugehörigen Daten in der Scopus Author ID fehlerlos sind und gegebenenfalls einen Korrekturantrag stellen. Falls es fachlich einschlägige weitere Identifizierungsoptionen wie z.B. RePec gibt, sollten sie ebenfalls genutzt werden.

Akademisches Identitätsmanagement ist ein zentraler Baustein wissenschaftlicher Reputation. Erst wer als Autor seiner Werke erkannt wird, kann als potentieller Forschungskooperationspartner angesprochen werden oder darauf setzen, dass bei der Ermittlung bibliometrischer Kennzahlen alle Publikationen berücksichtigt werden. Auch wenn es bisher keine flächendeckende Lösung für die Autorenidentifikation gibt: Wer die hier genannten verschiedenen Bausteine der Autorenidentifizierung kennt und nutzt, wird die eigene Sichtbarkeit als Autor erheblich verbessern können.


Einzelnachweise

  1. http://www.dnb.de/DE/Standardisierung/GND/gnd_node.html
  2. Personal Branding ist als Begriff seit den 1990er Jahren anzutreffen und bezeichnet den Vorgang, dass jemand sich selbst als Marke sieht und die eigene Sichtbarkeit und Wiedererkennbarkt verbessern will. Weitere Informationen zum Thema finden sich zum Beispiel bei Chritton, Susan L.: Personal branding for dummies. Hoboken, NJ, Wiley 2012 (E-Book). ISBN 978-1-118-11792-7, und Deckers, erik: Lacy, Kyle: Branding Yourself: How to Use Social Media to Invent or Reinvent Yourself. Que 2012. Web ISBN-13 978-0-13-305684-6.
  3. Eine ausführliche, wenn auch etwas veraltete Übersicht über verschiedene Registrierungssysteme findet sich hier: https://repinf.pbworks.com/w/page/13779410/Author%20identification
  4. Stand: September 2014
  5. Eine Liste der Mitgliedseinrichtungen findet sich hier: http://orcid.org/organizations/integrators/integration-chart, u.a. mit Thomson Reuters, Taylor & Francis, Springer, Elsevier, Oxford University Press, IEEE, MIT, University of Cambridge und zahlreichen weiteren Verlagshäusern und Universitäten
  6. Vergleiche die ausführliche Darstellung zu akademischen Netzwerken in diesem Handbuch
  7. Mehr Informationen zur ResearcherID hier http://wokinfo.com/researcherid/
  8. Weitere Informationen zum Scopus Author Identifier: http://help.scopus.com/Content/h_autsrch_intro.htm.
  9. http://help.scopus.com/Content/h_authorfeedback.htm
  10. Zugang zum Formular und weitere Informationen unter http://help.scopus.com/Content/h_authorfeedback.htm
  11. Stand April 2014: Ca. 40.000 registrierte Autor/innen, s. https://authors.repec.org/
  12. http://scholar.google.com/. Das Formular zum Einrichten eines Profils findet man auf der deutschsprachigen Seite von Google Scholar unter „Meine Zitate“, auf der englischsprachigen Seite unter „My Citations“
  13. Wie verlässlich die ausgewerteten Informationen sind, lässt sich nicht nachvollziehen. Google selbst weist in den Hilfetexten auf mögliche Ungenauigkeiten aufgrund der automatischen Auswertung hin („Datumsangaben und Zitierhäufigkeiten werden automatisch von einem Computerprogramm ermittelt und stellen Schätzwerte dar“)
  14. http://scholar.google.de/intl/en/scholar/inclusion.html#overview