Werkzeuge des Forschungsdatenmanagements

Aus Handbuch.io

Autoren: Maxi Kindling, Heinz Pampel

Forschungsdatenmanagementpläne

In Forschungsdatenmanagementplänen (im Englischen “Data Management Plan” genannt) wird der Umgang mit Forschungsdaten in einem Forschungsprojekt von der Planung bis zum Abschluss eines Projekts dokumentiert.

Forschungsdatenmanagementpläne sind dynamische Dokumente, die im Projektverlauf immer wieder angepasst werden können. Sie geben einem Projekt und seinen Partnerinnen und Partnern einen Handlungsrahmen für den Umgang mit den im Projekt entstehenden und verwendeten Forschungsdaten.

Inhalte von Datenmanagementplänen sind  z. B. Aussagen zu Typ und Format der Forschungsdaten, deren Grad der Standardisierung ( z. B. verwendete Metadaten, Datenformate), Angaben zur Zugänglichkeit und den Möglichkeiten der Nachnutzung sowie zu den angewandten Verfahren der langfristigen Bewahrung der Forschungsdaten.

Forschungsförderorganisationen fordern zunehmend bereits im Rahmen der Projektantragstellung Aussagen zur Zugänglichkeit und Nachnutzbarkeit der Forschungsdaten. Die konkreten Anforderungen an diese Forschungsdatenmanagementpläne sind in den Leit- oder Richtlinien zur Antragstellung formuliert.

Im Folgenden werden die Anforderungen der Europäischen Kommission im Rahmen von Horizon 2020 sowie die Anforderungen der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) an Forschungsdatenmanagementpläne exemplarisch dokumentiert: 

Beispiel 1: Horizon 2020

Die Europäische Kommission fordert im Rahmen des sogenannten “Open Research Data Pilot” im Forschungsrahmenprogramm Horizon 2020 Forschungsdatenmanagementpläne.

Hilfestellungen für das Verfassen dieser Pläne finden sich in den „Guidelines on Data Management in Horizon 2020“[1]. Nach diesen umfasst ein Forschungsdatenmanagementplan folgende Punkte:

●      “Data set reference and name,

●      Data set description,

●      Standards and metadata,

●      Data sharing,

Archiving and preservation (including storage and backup).”

Beispiel 2: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Die Anforderungen der Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) an Antragestellerinnen und Antragsteller enthält der „Leitfaden für die Antragstellung”[2]. Dort heißt es: “Wenn aus Projektmitteln systematisch Forschungsdaten oderInformationen gewonnen werden, die für die Nachnutzung durch andere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler geeignet sind, legen Sie bitte dar, ob und auf welche Weise diese für andere zur Verfügung gestellt werden. Bitte berücksichtigen Sie dabei auch - sofern vorhanden - die in Ihrer Fachdisziplin existierenden Standards und die Angebote existierender Datenrepositorien oder Archive.”

Während die DFG diese Aussagen zum Datenmanagement im Rahmen der Antragstellung erwartet, sind Datenmanagementpläne im Rahmen von Horizon 2020 als “deliverable” in den ersten sechs Monaten eines Projekts einzureichen. Weitere Aussagen eines Projektkonsortiums zum Datenmanagement werden im Projektverlauf und zum Ende eines Projekts erwartet.[3] Für die Erstellung dieser Pläne gibt es mittlerweile mehrere Werkzeuge und Vorlagen.[4] Beispiele sind:

●      Checkliste zum Forschungsdaten-Management des WissGrid-Projeks, Deutschland[5]

●      DMPonline des Digital Curation Centre, Großbritannien,[6]

●      DMPTool der University of California, U.S.A.[7]

Sinnvoll ist es auch, Forschungsdatenmanagementpläne als Berechnungsgrundlage für die Kosten des Forschungsdatenmanagements zu nutzen. Teilweise stellen Förderorganisationen Mittel für diese Arbeiten zur Verfügung. Im Rahmen eines Forschungsdatenmanagementplans können die beantragten Mittel so nach Aktivität des Forschungsdatenmanagements aufgeschlüsselt werden.

Informationsinfrastrukturangebote

Um die Transparenz der Forschung und die Nachnutzung von Forschungsdaten zu ermöglichen, können verschiedene Informationsinfrastrukturangebote genutzt werden. Sie ermöglichen den Nachweis der Forschungsdaten durch beschreibende Metadaten, den Zugang zu den Forschungsdaten für die Öffentlichkeit oder eine ausgewählte Nutzergruppe ( z. B. aus datenschutzrechtlichen Gründen) sowie die längerfristige Erhaltung der Forschungsdaten.

Unter Informationsinfrastrukturen werden in der Wissenschaft die technischen, organisatorischen, finanziellen und personellen Ressourcen in ihrem Zusammenspiel verstanden, die die Informationsversorgung -und verarbeitung gewährleisten.[8] Informationsinfrastruktureinrichtungen sind beispielsweise Rechenzentren, Datenzentren, Bibliotheken, Archive und Museen. Informationsinfrastrukturangebote sind Teil der Forschungsinfrastruktur und verstehen sich als Dienstleister für eine definierte Nutzergruppe. Im Zuge der Digitalisierung sind sie bestrebt die von ihnen gespeicherten Informationsobjekte über das Internet zugänglich zu machen. In den informationswissenschaftlichen Disziplinen sind Informationsinfrastrukturangebote Gegenstand der Forschung und Entwicklung. Es werden Anforderungen aus der Praxis erhoben, Angebote wie Repositorien und Mehrwertdienste aufgebaut, analysiert und weiterentwickelt, die technische und organisatorische Vernetzung dieser Infrastrukturen vorangetrieben sowie Qualitätsstandards entwickelt und verbreitet. Darüber hinaus werden Geschäfts- und Finanzierungsmodelle eruiert und die Anwendung von geeinigten rechtlichen Lizenzmodellen betrachtet.

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) empfiehlt in ihrer Denkschrift “Vorschläge zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis” aus dem Jahr 1998,[9] die an vielen wissenschaftlichen Institutionen in Deutschland bindenden Charakter haben, die Aufbewahrung von Forschungsdaten für mindestens zehn Jahre.

Angemerkt werden muss jedoch, dass die von der DFG geforderte “Sicherung und Aufbewahrung”[10] weder die Zugänglichkeit der Forschungsdaten noch deren Nachutzbarkeit sicherstellt. Diese Forderung ist somit als Mindestanforderung für den Umgang mit Forschungsdaten zu verstehen. Im Jahr 2015 hat die DFG zusätzlich “Leitlinien zum Umgang mit Forschungsdaten” veröffentlicht, in denen Forschende aufgefordert werden, “Forschungsdaten so zeitnah wie möglich verfügbar” zu machen und sicherzustellen, so dass “eine sinnvolle Nach- und Weiternutzung durch Dritte ermöglicht” wird.[11]

Um Forschungsdaten über die von der DFG geforderte gute wissenschaftliche Praxis hinaus aufzubewahren und deren Zugänglichkeit und Nachnutzung zu ermöglichen, werden verlässliche Informationsinfrastrukturangebote benötigt, die die Daten möglichst dauerhaft in einer standardisierten und zitierbaren Form nachweisen und zugänglich machen.[12]

In einigen Wissenschaftsdomänen sind Informationsinfrastrukturangebote für Forschungsdaten bereits seit vielen Jahrzehnten etabliert (so z. B. durch die Weltdatenzentren in einigen Disziplinen der Naturwissenschaften schon seit den 1950er Jahren[13]), in anderen wird gerade erst begonnen, entsprechende Angebote aufzubauen und zu etablieren.

Je nach Wissenschaftsdisziplin und damit nach Datentypen und -formaten bestehen unterschiedliche Anforderungen an die Funktionalitäten der Forschungsdateninfrastrukturen. Die Landschaft der Infrastrukturangebote für Forschungsdaten ist daher äußerst heterogen.[14] Seit einigen Jahren wird die Professionalisierung dieser Infrastrukturangebote unter dem Begriff “Forschungsdatenrepositorien” diskutiert.[15]

Strategien der Zugänglichmachung und Nachnutzung

Digitale Forschungsdaten können unter verschiedenen Zugangsbedingungen und -verfahren bereitgestellt werden.[16] In einem ersten Schritt ist es dabei hilfreich, sich auf die Zugangsbereiche von Treloar & Harboe-Ree[17] zu beziehen, die zwischen einer privaten, einer Gruppen- und einer öffentliche Domäne unterscheiden (siehe Grafik 1).

Grafik 1: Zugangsbereiche nach Zugangsbereiche von Treloar & Harboe-Ree[18]

Bei dieser Darstellung handelt es sich um eine konzeptuelle Trennung von Zugangsdomänen, die in der Praxis entsprechende Implikation z. B. für die Aufbereitung der Forschungsdaten hat. Werden Forschungsdaten in der öffentlichen Domäne geteilt, so sind sie idealerweise durch einen persistenten Identifikator zitierfähig, mit aussagekräftigen Metadaten zu ihrer Entstehung, Verarbeitung und den Nutzungsmöglichkeiten angereichert.[19]

Die Bereitstellung von Forschungsdaten nach den Prinzipien von Open Access, die in der “Berlin Declaration on Open Access to Scientific Knowledge in the Sciences and the Humanities”[20] aus dem Jahr 2003 niedergeschrieben ist, bedeutet, dass Forschungsdaten ohne technische, rechtliche und finanzielle Einschränkungen zugänglich gemacht werden und nachnutzbar sind.

In den letzten Jahren gibt es in der Wissenschaft unter dem Begriff Open Research Data[21] eine Diskussion über die Strategien und Verfahren der Öffnung von Forschungsdaten, die als Teil der Entwicklung hin zu Open Science verstanden wird.[22]

Können Forschungsdaten  z. B. aus Gründen des Datenschutzes nicht offen zugänglich gemacht werden, ist es empfehlenswert, zumindest ihre Metadaten öffentlich sichtbar zu machen, so dass die Forschungstransparenz gewährleistet wird und die Chance besteht, dass sie für Dritte zuordenbar sind. Die Bedingungen der Zugänglichkeit und Nutzung von Forschungsdaten müssen dann mit den jeweiligen Rechteinhaberinnen und -inhabern geklärt werden.

Ein weiteres Szenario ist, dass Forschungsdaten erst nach einer Embargofrist zugänglich gemacht werden. So können Forschende ihre Daten bereits auf einem Forschungsdatenrepositorium speichern und mit einem persistenten Identifikator[23] versehen, der dann in einer Textpublikation ( z. B. einem Artikel in einem Fachjournal) zitiert werden kann. Die Forschenden haben somit Zeit, die Forschungsdaten umfassend für die eigene Forschungsarbeit auszuwerten, bevor sie dann für die Fachcommunity zugänglich gemacht werden.

Spezifische Angebote zur Bereitstellung von Forschungsdaten

Von vielen wissenschaftlichen Zeitschriften bzw. Verlagen wird inzwischen die Bereitstellung von Forschungsdaten zur Verifizierung der Forschungsergebnisse gefordert, die in einer Veröffentlichung beschrieben werden.

In Hinweisen, häufig mit “Data Policy”[24] betitelt, werden Anforderungen an die Zugänglichkeit der Forschungsdaten formuliert, die Grundlage einer Textpublikation sind. Die Bereitstellung von mit dem Artikel in einer technisch geeigneten Art und Weise verknüpften Forschungsdaten (“Enhanced Publication”[25]) und ergänzenden Materialien ( z. B. Visualisierungen, Software) kann in einem Forschungsdatenrepositorium oder auch im Zusammenspiel mit einem “Data Paper” in einer wissenschaftlichen Zeitschriften oder einem speziellen “Data Journals” erfolgen.[26]

Nachfolgenden werden diese Infrastruktur- und Publikationsangebote beschrieben.

Forschungsdatenrepositorien

Informationsinfrastrukturangebote für die Bewahrung und Zugänglichmachung von Forschungsdaten werden häufig unter dem Begriff “Forschungsdatenrepositorium” (im Folgenden: FDR) zusammengefasst.

Der Begriff des „Repositoriums“ ist im Kontext der Informationsinfrastruktur bereits aus dem Umfeld der Textrepositorien bekannt, die Zugang zu elektronischen Veröffentlichungen ermöglichen.[27]

Im Projekt re3data.org - Registry of Research Data Repositories[28] wurde ein globales Verzeichnis von Forschungsdatenrepositorien aufgebaut.[29] In diesem Verzeichnis werden inzwischen weltweit 1475 FDR nachgewiesen.[30] Sie sind mithilfe eines umfangreichen Schemas beschrieben.[31] In re3data.org können Forschende, Angehörige von Infrastruktureinrichtungen und Forschungsförderorganisationen sowie Interessierte nach geeigneten FDR für die Zugänglichmachung von Forschungsdaten suchen; zugleich können FDR gefunden werden, die Forschungsdaten zur Nachnutzung anbieten. Auf Basis der umfangreichen Metadatenbeschreibung der indexierten FDR lässt sich die Suche in re3data.org mithilfe von Filtern verfeinern.

Anhand von re3data.org zeigt sich die gesamte Bandbreite an Forschungsdatenrepositorien: Es werden beispielsweise disziplinäre, multidisziplinäre, behördliche, institutionelle und projektspezifische Repositorien nachgewiesen[32].

Grafik 2: Die Suchmaske von re3data.org

Für die Aufnahme eines FDR in das Verzeichnis gilt die folgende Definition: “A research data repository is a subtype of a sustainable information infrastructure which provides long-term storage and access to research data. Research data means information objects generated by scholarly projects for example through experiments, measurements, surveys or interviews.”[33] Diese sehr breit angelegte Definition eines FDR entstand vor dem Hintergrund, dass den Nutzerinnen und Nutzern von re3data.org bei der Suche möglichst viele potentiell relevante FDR angeboten werden sollen.

Nach informationswissenschaftlichen Gesichtspunkten ist ein FDR spezifischer zu beschreiben: Es handelt sich dabei um ein webbasiertes Angebot der Informationsinfrastruktur, das die Zugänglichmachung und Nutzung von digitalen Forschungsdaten unterstützt. Dabei stellt das FDR mindestens sicher, dass auf Basis von Anforderungen einer definierten Nutzergruppe

●      die Forschungsdaten in einem für die Nachnutzung geeigneten Datenformat bereitgestellt werden,

●      die Forschungsdaten zitierbar sind und durch etablierte Metadatenschemata beschrieben werden,

●      die Forschungsdaten mit Informationen zu Nutzungsbedingungen angereichert werden.

Ein FDR wird durch eine vertrauenswürdige Institution wie etwa eine wissenschaftliche Einrichtung mit dem Ziel betrieben, das FDR langfristig verfügbar zu halten. Die Zielgruppe des FDR, die Anforderungen an die zu speichernden Forschungsdaten, die Bedingungen zur Nutzung des FDR und der Forschungsdaten sind in öffentlich verfügbaren Dokumenten dargestellt. Ein FDR orientiert sich bei der Aufbereitung von Forschungsdaten an in der jeweiligen Fachcommunity verfügbaren Standards sowie an übergreifenden Qualitätsstandards für Informationsinfrastrukturangebote wie etwa dem Data Seal of Approval[34], der DIN Norm 31644 “Kriterien für vertrauenswürdige digitale Langzeitarchive”[35] oder der ISO Norm 16363:2012 "Audit and certification of trustworthy digital repositories”[36] . Ein FDR bietet eine metadatenbasierte Suche über die gespeicherten Inhalte und erlaubt den Zugang zu diesen über eine Weboberfläche. Darüber hinaus stellt das FDR die nachgewiesenen Metadaten über standardisierte Schnittstellen bereit und erlaubt so Aggregation der Metadaten durch Dienste Dritter ( z. B. durch Suchmaschinen). Die Gestaltung von FDR ist darüber hinaus abhängig von Faktoren wie z. B.:

●      den Zugangsmodellen zum Repositorium selbst und zu den Forschungsdaten,

●      den durch jeweilige Zielgruppe benötigten Funktionalitäten,

●      der verwendeten Software und

●      den zugrunde liegenden Kosten- und Geschäftsmodellen.

Bekannte fachliche FDR sind PANGAEA[37] im Bereich der Geowissenschaften und GenBank[38] in der Biomedizin. An vielen wissenschaftlichen Institutionen entstehen aktuell FDR, die Forschungsdaten der Angehörigen der jeweiligen Institutionen aufnehmen. Beispiele in Deutschland sind heiDATA[39] an der Universität Heidelberg, Open Data LMU [40] an der Ludwig-Maximilians-Universität München oder panMetaDocs[41] am Deutschen GeoForschungsZentrum - GFZ. An einigen Einrichtungen wie z. B. der Technischen Universität Berlin[42] wird ein gemeinsames Repositorien für Forschungsdaten, Textpublikationen und andere Informationsobjekte angeboten. Ist in der Fachcommunity kein geeignetes FDR vorhaben und auch keine institutionelles FDR existent, bietet sich die Zugänglichmachung der Daten auf dem generischen Repositorum an, z. B. auf Zenodo[43] am CERN.

Data Papers und Data Journals

In Data Papers werden Forschungsdaten umfassend dokumentiert. Sie eignen sich besonders, wenn die Metadatenbeschreibung eines Datensatzes in einem FDR nicht ausreichend ist, um beispielweise die Möglichkeiten der Nachnutzung zu dokumentieren. Die Veröffentlichung eines Data Papers erfolgt in einer wissenschaftlichen Zeitschriften, einem speziellen Data Journals und anderen Publikationstypen.[44] Eine Liste von Data Journals wird im Forschungsdaten-Wiki gepflegt.[45]

Recherchemöglichkeiten

Werden Forschungsdaten für die Nutzung gesucht, ist es naheliegend, bekannte und etablierte Angebote wie FDR oder Data Journals direkt anzusteuern oder im jeweiligen Wissenschaftsgebiet z. B. mithilfe von re3data.org nach FDR zu suchen, die potentiell relevante Forschungsdaten nachweisen. Neben lokalen und fachspezifischen Recherchemöglichkeiten gibt es darüber hinaus auch generische Suchdienste über die Forschungsdaten recherchiert werden können. Mit Blick auf die zumeist fachspezifischen Metadaten bieten diese Dienste jedoch häufig keine detaillierten Suchmöglichkeiten. Nachfolgend werden drei Beispiele genannt, deren Datenräume sich teilweise überschneiden. Bei allen Angeboten ist zu beachten, dass die Granularität der über Identifikatoren identifizierbaren Metadateninformationen sehr unterschiedlich sein kann. D.h. es sind sowohl einzelne Forschungsdaten als auch ganze Forschungsdatensammlungen mit Metadaten beschrieben.

DataCite Metadata Search[46]

Dieser Dienst erlaubt die Suche in den Metadaten von Informationsobjekten wie z. B. Forschungsdaten, die bei DataCite mit einem Digital Object Identifier registriert sind und für die bei DataCite entsprechende Metadaten hinterlegt sind. Im Januar 2016 sind im Datenraum von DataCite 5.949.171 Metadatensätze recherchierbar, darunter 1.728.625 unter dem Objekttyp “Dataset”.[47]

BASE - Bielefeld Academic Search Engine[48]

Dieser Dienst erlaubt die Suche in den Metadaten von derzeit 4029 Repositorien[49] und anderen Datenanbietern der Informationsinfrastruktur, die ihre Meadaten über eine OAI-PMH-Schnittstelle zu Verfügung stellen. Im Januar 2016 sind 2.228.113 Metadateneinträge der “Dokumentart” “Primärdaten” zugeordnet.[50] In BASE werden auch die Metadaten von DataCite integriert.

EUDAT B2 Find[51]

Dieser Dienst wurde im Rahmen des EU-Projektes EUDAT entwickelt. Er weist Metadaten von Forschungsdaten aus diversen ausgewählten Quellen nach.[52] U. a. sind Metadaten aus Common Language Resources and Technology Infrastructure - CLARIN[53] oder Global Biodiversity Information Facility - GBIF[54] indexiert. Auch die Metadaten von DataCite sind teilweise in diesem Suchdienst nachgewiesen.

Fragen zum Verständnis

Was ist unter einem Informationsinfrastrukturangebot für Forschungsdaten zu verstehen?

Welche Strategien der Zugänglichmachung lassen sich unterscheiden?

Was sind Data Papers?

Was sind Forschungsdatenrepositorien?

Was sind Anforderungen an Forschungsdatenrepositorien aus informationswissenschaftler Sicht?

Wo lassen sich Forschungsdaten auf Basis ihrer Metadaten recherchieren?

Referenzen

  1. http://ec.europa.eu/research/participants/data/ref/h2020/grants_manual/hi/oa_pilot/h2020-hi-oa-data-mgt_en.pdf
  2. http://www.dfg.de/formulare/54_01/
  3. Vgl. https://ec.europa.eu/research/participants/data/ref/h2020/grants_manual/hi/oa_pilot/h2020-hi-oa-data-mgt_en.pdf
  4. Auch an deutschen Forschungseinrichtungen wird auf Basis der genannten verfügbaren Werkzeuge an angepassten Lösungen gearbeitet, die ggf. frei verfügbar gemacht werden und voraussichtlich in einer Version 2.0 dieses Artikels ergänzt werden können.
  5. http://resolver.sub.uni-goettingen.de/purl?isbn-978-3-86488-032-2
  6. http://dmponline.dcc.ac.uk
  7. http://dmp.cdlib.org
  8. In Anlehnung an eine von Peter Schirmbacher für Lehre und Forschung verwendete Definition. Vgl. u.a. Schirmbacher, Peter (2015) Informationsmanagement als Bestandteil der bibliotheks- und informationswissenschaftlichen Ausbildung. In: Bibliothek Forschung und Praxis. Band 39, Heft 2, Seiten 143–149, ISSN (Online) 1865-7648, ISSN (Print) 0341-4183, DOI: 10.1515/bfp-2015-0017
  9. http://www.dfg.de/download/pdf/dfg_im_profil/reden_stellungnahmen/download/empfehlung_wiss_praxis_1310.pdf
  10. Siehe Empfehlung Nr. 7 “Sicherung und Aufbewahrung von Primärdaten” in: http://www.dfg.de/download/pdf/dfg_im_profil/reden_stellungnahmen/download/empfehlung_wiss_praxis_1310.pdf
  11. http://www.dfg.de/download/pdf/foerderung/antragstellung/forschungsdaten/richtlinien_forschungsdaten.pdf
  12. Siehe dazu den Abschnitt Forschungsdaten-Repositorien.
  13. Seit 2008 als ICSU World Data System (WDS) fortgeführt. Siehe: http://www.icsu-wds.org
  14. Vgl. Pampel, H., Vierkant, P., Scholze, F., Bertelmann, R., Kindling, M., Klump, J., Goebelbecker, H.-J., Gundlach, J., Schirmbacher, P., Dierolf, U. (2013). Making Research Data Repositories Visible: The re3data.org Registry. PLOS ONE, 8(11), e78080. doi:10.1371/journal.pone.0078080
  15. Vgl. Pampel, H., Goebelbecker, H.-J., & Vierkant, P. (2012). re3data.org: Aufbau eines Verzeichnisses von Forschungsdaten-Repositorien. Ein Werkstattbericht. In Mittermaier, B. (Ed.), Vernetztes Wissen – Daten, Menschen, Systeme. WissKom 2012 (pp. 61–73). Jülich: Verlag des Forschungszentrums Jülich. http://hdl.handle.net/2128/4699
  16. Siehe dazu das Kapitel “Data Sharing” in dieser Publikation.
  17. Treloar, A. and Harboe-Ree, C. (2008). "Data management and the curation continuum: how the Monash experience is informing repository relationships". Proceedings of VALA 2008, Melbourne, February. http://www.vala.org.au/vala2008-proceedings/vala2008-session-6-treloar
  18. Treloar, A. and Harboe-Ree, C. (2008). "Data management and the curation continuum: how the Monash experience is informing repository relationships". Proceedings of VALA 2008, Melbourne, February. http://www.vala.org.au/vala2008-proceedings/vala2008-session-6-treloar
  19. Siehe das entsprechende Kapitel von Helbig und Neumann in dieser Publikation.
  20. http://openaccess.mpg.de/Berliner-Erklaerung
  21. Vgl. Pampel, H., & Dallmeier-Tiessen, S. (2014). Open Research Data: From Vision to Practice. In S. Bartling & S. Friesike (Eds.), Opening Science. The Evolving Guide on How the Internet is Changing Research, Collaboration and Scholarly Publishing (pp. 213–224). Heidelberg: Springer. doi:10.1007/978-3-319-00026-8.
  22. Siehe hierzu insbesondere: The Royal Society. 2012. “Science as an Open Enterprise. The Royal Society Science Policy Centre Report 02/12.” http://royalsociety.org/uploadedFiles/Royal_Society_Content/policy/projects/sape/2012-06-20-SAOE.pdf
  23. Siehe das entsprechende Kapitel von Helbig und Neumann in dieser Publikation.
  24. Vgl. Pampel, H., Bertelmann, R. (2011). „Data Policies“ im Spannungsfeld zwischen Empfehlung und Verpflichtung. In Büttner, S., Hobohm, H.-C., Müller, L. (Eds.), Handbuch Forschungsdatenmanagement (pp. 49-61). Bad Honnef: Bock + Herchen. urn:nbn:de:kobv:525-opus-2287.
  25. Vgl. Woutersen-Windhouwer, Saskia, and Renze Brandsma. 2009. “Enhanced Publications, State of the Art.” In Enhanced Publications. Linking Publications and Research Data in Digital Repositories, edited by Marjan Vernooy-Gerritsen. Amsterdam: Amsterdam University Press. http://dare.uva.nl/aup/nl/record/316849.
  26. Vgl. Pampel, H., & Dallmeier-Tiessen, S. (2014). Open Research Data: From Vision to Practice. In S. Bartling & S. Friesike (Eds.), Opening Science. The Evolving Guide on How the Internet is Changing Research, Collaboration and Scholarly Publishing (pp. 213–224). Heidelberg: Springer. doi:10.1007/978-3-319-00026-8.
  27. Siehe hierzu  z. B.: Lynch, Clifford A. 2003. “Institutional Repositories: Essential Infrastructure for Scholarship in the Digital Age.” ARL: A Bimonthly Report, no. 226. http://www.arl.org/resources/pubs/br/br226/br226ir.shtml.
  28. Das Projekt und das Verzeichnis re3data.org sind unter der gleichnamigen URL erreichbar: http://www.re3data.org .Projektpartner waren das Karlsruher Institut für Technologie (KIT), das Deutsche GeoForschungsZentrum und die Humboldt-Universität zu Berlin in Kooperation mit den Purdue University Libraries. Das Projekt wurde von 2012 bis 2015 durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert.
  29. Vgl. Pampel, H., Vierkant, P., Scholze, F., Bertelmann, R., Kindling, M., Klump, J., Goebelbecker, H.-J., Gundlach, J., Schirmbacher, P., Dierolf, U. (2013). Making Research Data Repositories Visible: The re3data.org Registry. PLOS ONE, 8(11), e78080. doi:10.1371/journal.pone.0078080.
  30. Stand: 26.02.2016.
  31. Rücknagel, J., Vierkant, P., Ulrich, R., Kloska, G., Schnepf, E., Fichtmüller, D., Reuter, E., Semrau, A., Kindling, M., Pampel, H., Witt, M., Fritze, F., van de Sandt, S., Klump, J., Goebelbecker, H.-J., Skarupianski, M., Bertelmann, R., Schirmbacher, P., Scholze, F., Kramer, C., Fuchs, C., Spier, S., Kirchhoff, A. (2015): Metadata Schema for the Description of Research Data Repositories. Version 3.0. doi:10.2312/re3.008.
  32. Vgl. Rücknagel, J., Vierkant, P., Ulrich, R., Kloska, G., Schnepf, E., Fichtmüller, D., Reuter, E., Semrau, A., Kindling, M., Pampel, H., Witt, M., Fritze, F., van de Sandt, S., Klump, J., Goebelbecker, H.-J., Skarupianski, M., Bertelmann, R., Schirmbacher, P., Scholze, F., Kramer, C., Fuchs, C., Spier, S., Kirchhoff, A. (2015): Metadata Schema for the Description of Research Data Repositories. Version 3.0. doi:10.2312/re3.008.
  33. Rücknagel, J., Vierkant, P., Ulrich, R., Kloska, G., Schnepf, E., Fichtmüller, D., Reuter, E., Semrau, A., Kindling, M., Pampel, H., Witt, M., Fritze, F., van de Sandt, S., Klump, J., Goebelbecker, H.-J., Skarupianski, M., Bertelmann, R., Schirmbacher, P., Scholze, F., Kramer, C., Fuchs, C., Spier, S., Kirchhoff, A. (2015): Metadata Schema for the Description of Research Data Repositories. Version 3.0. doi:10.2312/re3.008.
  34. http://www.datasealofapproval.org
  35. https://www.beuth.de/de/publikation/vertrauenswuerdige-digitale-langzeitarchivierung/169654635
  36. http://www.iso.org/iso/catalogue_detail.htm?csnumber=56510
  37. http://www.pangaea.de
  38. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/genbank/
  39. https://heidata.uni-heidelberg.de/dvn/
  40. http://data.ub.uni-muenchen.de/
  41. http://bib.telegrafenberg.de/services/service-fuer-autoren/forschungsdaten/panmetadocs/
  42. https://depositonce.tu-berlin.de/
  43. http://zenodo.org/
  44. Vgl. Pampel, H., & Dallmeier-Tiessen, S. (2014). Open Research Data: From Vision to Practice. In S. Bartling & S. Friesike (Eds.), Opening Science. The Evolving Guide on How the Internet is Changing Research, Collaboration and Scholarly Publishing (pp. 213–224). Heidelberg: Springer. doi:10.1007/978-3-319-00026-8.
  45. http://www.forschungsdaten.org/index.php/Data_Journals
  46. http://search.datacite.org/ui
  47. Siehe http://stats.datacite.org. Stand: 24.01.2016
  48. Siehe https://www.base-search.net. Stand: 24.01.2016
  49. Stand: 24.01.2016
  50. Stand: 24.01.2016
  51. Siehe http://b2find.eudat.eu/.
  52. Dokumentation unter: https://eudat.eu/services/userdoc/b2find (Stand: 24.01.2016)
  53. Siehe: http://www.clarin.eu
  54. Siehe: http://www.gbif.org