Beschreibung der Zielgruppe

Aus Handbuch.io

Version vom 25. Januar 2016, 11:50 Uhr von Stephan Büttner (Diskussion | Beiträge) (Inhalt aus Google doc, Stand 24.1.16)


Stephan Büttner, Hans-Christoph Hobohm

Fachhochschule Potsdam

Zielgruppe des Lehrbuches

(Vorsicht Abgleich mit Abschnitt 3: Wen betrifft Forschungsdatenmanagement)

Es gibt sicherlich schon eine Reihe von Publikationen zum Forschungsdatenmanagement. (hier FN zu existierenden Hbb., Studis machen eine Liste dazu gleich in Handbuch.io) Die Erfahrung zeigt jedoch, dass Personen ohne ausreichende Vorerfahrung in eigener Forschung bzw. den unterschiedlichen disziplinären Vorgehensweisen von Forschung (z.B. Geisteswissenschaften vs STM-Fächer) sich zunächst in einer Reihe von Grundfragen schwertun. Auch wenn die gesellschaftliche Diskussion um die erhöhten Anforderungen an die Dokumentation und Sicherung von Ergebnissen öffentlich finanzierter Wissenschaft und Forschung unter digitalen Bedingungen (vgl. Abschnitt 2) schon seit über einem Jahrzehnt geführt wird, so ist doch offensichtlich, dass entsprechende Infrastrukturen und Praktiken noch im Aufbau sind. Es gibt noch relativ wenige Spezialisten oder gar genuine fachliche Qualifikationswege, die zu beruflichen Positionen führen, bei denen Forschungsdatenmanagement eine zentrale Rolle spielt. Es zählt zu der so genannten guten wissenschaftlichen Praxis, dass jeder Wissenschaftler berufen ist, sich mit den hier vorliegenden Fragen zu beschäftigen und neben dem persönlichen Informationsmanagement (vgl. Jones 2014) auch ein Datenmanagement professionell zu führen. So wird von DFG gefordert, “Primärdaten als Grundlagen für Veröffentlichungen sollen auf haltbaren und gesicherten Trägern in der Institution, wo sie entstanden sind, zehn Jahre lang aufbewahrt werden.” (vgl. DFG 2013). Allerdings ist hier nur von Aufbewahrung die Rede, um Fehlverhalten zu ahnden, dass  z.B. “[...] das Abhandenkommen von Originaldaten aus einem Labor gegen Grundregeln wissenschaftlicher Sorgfalt verstößt und prima facie einen Verdacht unredlichen oder grob fahrlässigen Verhaltens rechtfertigt.”(DFG 2013, S. 22). Wenn es um weitergehende Aktivitäten geht, also ein tatsächliches Management von Daten, begleiten zunächst “intermediäre” Personengruppen Wissenschaft und Gesellschaft auf diesem Wege.  

In den Anfängen einer Praxis sind die Akteure häufig die Betroffenen selber, erst im Laufe der Zeit ergibt sich eine Professionalisierung, die spezielle Kompetenzaneignungsformen erfordert und/oder neue berufliche Rollen herausbildet (vgl. Pampel/Bertelmann/Hobohm 2010).

Die Zielgruppe des Lehrbuchs sind demzufolge

  • Studierende der Informationswissenschaften, die sich im fortgeschrittenen Bachelor- bzw. bereits im Masterstudium befinden
  • Praktiker (z.B. Informatikerinnen, Datenbibliothekarinnen etc.), die sich mit dem Thema beschäftigen indem sie z.B. an ihrer Einrichtung Forschungsdatenmanagement betreiben oder / und anwenden.

Die Inhalte des Lehrbuchs basieren auf entsprechender Originalliteratur. Grundziel ist es, Erinnerungsprozesse durch eine übersichtliche Darstellung von Zusammenhängen und Sachverhalten auszulösen.

Zusammenfassung

Fragen zum Verständnis



Referenzen:



Referenzen:

Büttner, R.; Hobohm, H.-C.; Müller, L. (Hrsg,) (2011): Handbuch Forschungsdatenmanagement. Bad Honnef: Bock + Herchen.

Corti, Louise;Van den Eynden, Veerle; Bishop, Libby; Woolard, MAtthew (2014): Managing and Sharing Research Data : A Guide to Good Practice. London : SAGE Publications Ltd.

Enke, H.; Ludwig, J. (Hrsg.) (2013): Leitfaden zum Forschungsdaten-Management. Glückstadt: Werner Hülsbusch.

DFG (2013): Vorschläge zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis: Empfehlungen der Kommission "Selbstkontrolle in der Wissenschaft" ; Denkschrift Weinheim : Wiley-VCH

Jones, William (2014): Building a better world with our information. The future of personal information management. Part 3. San Rafael: Morgan & Claypool.

Kindling, M.; Schirmbacher, P.; Simukovic, E. (2013): Forschungsdatenmanagement an Hochschulen: das Beispiel der Humboldt-Universität zu Berlin. LIBREAS: Library Ideas, 23.

Neuroth, H.; Strathmann, S.; Oßwald, A.; Scheffel, R.; Klump, J.; Ludwig, J. (Hrsg.) (2012): Langzeitarchivierung von Forschungsdaten - Eine Bestandsaufnahme. Boizenburg: Werner Hülsbusch.

Pampel, Heinz; Bertelmann, Roland; Hobohm, Hans-Christoph (2010): "Data Librarianship" - Rollen, Aufgaben, Kompetenzen. Berlin: Rat für Sozial- und Wirtschaftsdaten / BMBF (Working paper series des RatSWD, 144).

Strasser, C.; Cook, R.; Michener, W.; Budden, A. (2012): DataOne Primer on Data Management. URL: http://www.dataone.org/sites/all/documents/DataONE_BP_Primer_020212.pdf.

Bibliographien:

· Research Data Curation Bibliography von Charles W. Bailey

· Data sharing and withholding in Mendeley

Auswahl bisher veröffentlichter Lehrbücher zum FDM:

Enke, H.; Ludwig, J. (Hrsg.) (2013): Leitfaden zum Forschungsdaten-Management. Dortmund: Werner Hülsbusch. Glückstadt.

Klar, J., Enke, H. (2012): Projekt RADIESCHEN. Rahmenbedingungen einer disziplinübergreifenden Forschungsdateninfrastruktur. 

Van den Eynden, V.; Corti, L.; Woollard, M.; Bishop, L.; Horton, L. (2011): Managing and Sharing Data. 3. Aufl. Essex: University of Essex.

Strasser, C.; Cook, R.; Michener, W.; Budden, A. (2012): DataOne Primer on Data Management. URL: http://www.dataone.org/sites/all/documents/DataONE_BP_Primer_020212.pdf.

Neuroth, H.; Strathmann, S.; Oßwald, A.; Scheffel, R.; Klump, J.; Ludwig, J. (Hrsg.) (2012): Langzeitarchivierung von Forschungsdaten - Eine Bestandsaufnahme. Boizenburg: Werner Hülsbusch.

Kindling, M.; Schirmbacher, P.; Simukovic, E. (2013): Forschungsdatenmanagement an Hochschulen: das Beispiel der Humboldt-Universität zu Berlin. LIBREAS: Library Ideas, 23.

Büttner, R.; Hobohm, H.-C.; Müller, L. (Hrsg,) (2011): Handbuch Forschungsdatenmanagement. Bad Honnef: Bock + Herchen.

Bibliographien:

·         Research Data Curation Bibliography von Charles W. Bailey

·         Data sharing and withholding in Mendeley