MIRA/A5 Identitäten: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 4. Oktober 2016, 12:48 Uhr

MIRA-Handbuch, Artikel A5 "Identitäten"
Autor: Barbara Ventarola, Beate Langenbruch, Susanne Friede
Kontributoren: Walter Pohl, Andreas Greußlich, Christoph Dartmann, Hans-Werner Goetz
Stand: 05.05.2014



Einleitung

Menschenbilder und Körpervorstellungen

  • Menschenbild (körperlich) Ventarola: Mikro-Makro-Kosmos-Analogie als Basis der Definition des Menschen (Verweis zu A2: “Weltverständnisse und Philosophien”); persona-Konzepte (z.B. Thomas von Aquin): Fabliaux, Miracle de l’abbesse grosse, blasons(Marot), Petrarca, Pico della Mirandola, Vinci : der vitruvianische Mensch
  • Humorallehre (Langenbruch), Verweis auf folie als Deregulierung der Körpersäfte)
  • Ethos/Philosophie/Anthropologie (B. Ventarola). Uomo universale ? Contemptus mundi, Vita/activa passiva : 1. Rosenroman, Elend/Würde (Bettelorden, Franziskus von Assisi). Selbstsorge. Hellenismus im MA ( Stoa, Skepsis, Epikur im MA) : troubadours (Minnelyrik, Liebeslehre) ; Körper/Geist (Abélard/Héloïse, Teresa da Avila), Körperbeherrschung Castiglione)
  • Liebe und Emotionsforschung Guter Übergang von der Anthropologie zu den Emotionen (Liebe kann letzter Punkt im Bereich Ethos oder erster Punkt der Emotionen sein!) (Ventarola) Amour courtois, nouvelles, Heptameron von Marguerite de Navarre, Libro de buen amor, Pico, Lachen

Identität, Differenz, Alterität, Marginalität

Herausbildung politischer und geopolitischer Identitäten

  • Kurzer historischer Abriss der Entwicklung politischer Identitäten in den Kernbereichen der Romania (Fr, It, Sp). Starke Abgrenzung von Zeitliche Abgrenzung : bis 1492 (der Gedanke der Kolonisierung dann B6 (Interkulturalität, Neue Welten).
  • Embleme und Manifestationen politischer Identität, wie
    • lignage /Dynastiebildung à Beispiel Geschichte : Normannen; Beispiel Literatur : chanson de geste und ihre Dynastien
    • Organisation der Universitäten in nationes
    • Heraldik à tierische Embleme; Beispiel : der Löwe
    • Literatur : chanson de geste, politische Balladen von Charles d’Orléans, politisch-religiöse Identität : Tragiques von Agrippa d’Aubigné. Epos (auch Narrativik : Camoes, Les Lusiades).

Identität, Differenz, Alterität, Marginalität : kulturelle und soziale Identitäten im Spannungsfeld

Die Genderfrage

  • Bibliographie : Duby/Perrot : Histoire des Femmes (Band Moyen Âge von Christiane Klapisch-Zuber), « Masculin/Féminin» im Dictionnaire raisonné de l’Occident médiéval, M. Zimmermann, Salon der Autorinnen (vom MA zum 17. Jh.)
  • Männer-/Frauenbild : Theologische Diskurse (Wiederaufnahme aristotelischer Vorstellungen ; Frau als triebgesteuert (wird sich dann zur Renaissance ändern)
  • Leitbilder : Katharina von Alexandrien, Catherine de Sienne, Christine de Pisan, « Neuf Preuses », erste Salonautorinnen des 16. Jahrhunderts.
  • Streitkultur/Polemik : querelle des femmes/querelle du Roman de la Rose (erster Literaturstreit Frankreichs, vielleicht der Romania?)

Marginale und marginalisierte Identitäten

Religion
  • Stigmatisierung jüdischer Kultur (Biblio z. B. Persecution, Moore ; um Kreuzzüge, Ausweisungen aus Frankreich ; erstes Ghetto in Venedig), « Häretiker » (Beginen, Katharer, Waldenser), (mit Textbeispielen : Marguerite Porète ?), Templerorden ?
  • karikaturisierende Darstellung des Islam im Epos (chanson de geste, Cid etc.)
Soziale Bereiche
  • Stigmatisierung von weibl. Randgruppen : 15. Jh (Beginn der Hexenverfolgung : Martin le Franc, Le Champion des Dames; Prostitution (Biblio : Jacques Rossiaud)
  • Studentische Randgruppen : Goliarden. Konflikte zwischen Studenten und Universität (Paris) ; Beispiel Rutebeuf ?
  • Picaro → macht wahrscheinlich B6? → Abklären.
  • Politisches Aufbegehren von Bürgerschaft, blutig niedergeschlagen : Etienne Marcel.Bauern
  • Psychische Marginalität (Arbeiten zu « la folie » von Jean-Marie Fritz, Muriel Laharie), Textbeispiel Adam de la Halle, Le Jeu de la Feuillée?
  • Sexuelle Minderheiten : Homosexualität (Fr. Villon, Ballades en jargon homosexuel?)
Ethnisch

mit der Entdeckung der Neuen Welt sofort Ausgrenzung aufgrund von ethnischen Kriterien : Beispiel il negro im Theater der Renaissance (Promotionsthema → Irina Belikow).

Verweis auf die Darstellung von Alterität in Reiseb eschreibungen : vgl. Unterabschnitt in B6 (Interkulturalität/Neue Welten → BL)

Literatur und Identität : kulturelle Zentren, Autorschaft und Künstlertum

Leitkulturen in der Romania? Kernorte höfischer Kultur? Rolle von Mäzenen? Aliénor und die Höfe ihrer Töchter ; utorschaft und künstlerische Identität

  • Signatur von ma. Werken : Autornamen (Marie de France ? (Aspekt der Volkssprachlichkeit : wird vonC2 behandelt, Autorbild aber hier !)
  • Metaliterarische Aspekte, Bewusstwerdung von Autorschaft in Prologen, allgemein in Textschwellen (paratextes), Défense et Illustration von Du Bellay, die ersten Arts de seconde rhétorique – Gattungspoetiken, die Viten von Troubadours in den Chansonniers / Canzoniere als Zeichen der Etablierung eines Autors, Autorschaft in der italienischen (Liebes-)lyrik: Scuola Siciliana (und historische Weiterentwicklung) → gerne vierhändig, Beate würde sich dann eher mit Frankreich und MA beschäftigen, Barbara mit Italien Renaissance?
  • Selbstbewusstsein von Autor und Künstler in Renaissance (Name als « Marke » ; Leonardo da Vinci, Dante, Petrarca, Arcipreste de Hita (Libro de buen amor);europäischer Petrarkismus zwischen Imitatio und aemulatio; Marguerite de Navarre, Louise Labé)

Antiklassizismus

Definitorisches

Zeitlicher Rahmen für das Phänomen, i.e. 16. Jh., vor allem 1. Hälfte, plus Vorgeschichte im Quattrocento und Folgegeschichte (bis ca. Anf. 17.)

Fehlen einer einschlägigen und akzeptierten Definition (und Auffassung) des Phänomens

so Antiklassizismus (SF) versus Anti-Klassizismus (JS), möglicher Kompromiss: Aklassizismus, was vielleicht die korrektere Bezeichnung für einen Großteil der Phänomene wäre, aber bisher überhaupt nicht verbreitet ist/existiert; jedenfalls im Augenblick nur plurales Verständnis möglich

Ausprägungen nach Kunstformen/Gattungen/Medien

literarisches Phänomen

Allgemeines (Textsorten, mehr oder weniger tradierter Autorenkanon)
2-3 Beispiele mit Erläuterungen, u.a. Ariost versus Tasso-Debatte

Hinweise auf vorliegende bzw. noch zu führende Diskussionen bildkünstlerischer etc. Ausprägungen (ex. Battista, „anti-rinascimento“)

Akl. als Identitätsfrage

phänomenologische Überlegungen

an Gruppen von Künstlern in bestimmten Feldern (auch topographisch) exemplarisch und skizzenhaft festzumachen (Berni-Michelangelo-Aretino etc.)

Weiterführende Lit.

(nach behandelten Aspekten und offenen Fragen zu gliedern)

Generell : Aspekte/Mehrwert des e-books und oder Didaktisierung ?

  • Karten (Raumdarstellung, evt. Bedarf anmelden), Miniaturen von Manuskripten (Autorschaft : Darstellung von Marie de France, Christine de Pisan, Charles d’Orléans), Darstellung des Menschen in Miniaturen/Leonardo da Vinci, Très Riches Heures du Duc de Berry : Körpervorstellungen
  • Interne Verlinkungen : BNF und « expositions virtuelles » zu bestimmten Themen : Beispiel (Aufsatz zur Identität der Normannen im Comic usw.)
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